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06.09.2013 12:02 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles

Die Gefahren kohlenhydratarmer Ernährung

In der Ausbildung von Ernährungsfachkräften gehört es zum Standard, die gesundheitlichen Vorteile kohlenhydratbetonter und fettarmer Ernährung zu lehren. Den Erklärungen nach, kann fast jede ...


In der Ausbildung von Ernährungsfachkräften gehört es zum Standard, die gesundheitlichen Vorteile kohlenhydratbetonter und fettarmer Ernährung zu lehren. Den Erklärungen nach, kann fast jede Bevölkerungsgruppe von dieser fettreduzierten Mischkost profitieren: Gesunde, Kranke, Alte, Junge, Männer, Frauen, Sportler, Inaktive, Schichtarbeiter etc. Dem hingegen werden kohlenhydratreduzierte, protein- und fettbetonte Kostformen wegen der möglichen Erkrankungsrisiken kritisch betrachtet. Dabei werden folgende Gründe angeführt, weshalb diese Ernährungsweisen abzulehnen seien:

  • Fett und fettbetonte Ernährung fördern das übermäßige Wachstum von Fettgewebe und bedingen somit Übergewicht und Adipositas.

  •  Der oftmals hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin führt zu hohen Blutfettwerten, vor allem zum Anstieg des „bösen“ Cholesterins (LDL). Der Spiegel des „guten“ Cholesterins (HDL) fällt hingegen ab. Die daraus resultierende Blutgefäßverkalkung bedingt schließlich Hirnschlag und Herzinfarkt.

  • Es kommt zur Insulinresistenz, d. h., einer Situation, in der die Muskulatur den Zucker aus dem Blut nicht mehr aufnehmen kann. Die Insulinresistenz ist die Vorstufe des Altersdiabetes (Diabetes mellitus Typ 2) und der wiederum erhöht die Gefahr eines Herzinfarktes.

  • Übergewicht, erhöhtes Blutcholesterin und Insulinresistenz bedingen das Krankheitsbild des Metabolischen Syndroms, an dem in Deutschland ca. 20 Millionen Menschen leiden. 

  • Die reichliche Zufuhr von Protein (Eiweiß) mit der Nahrung kann die Niere schädigen und zu deren Funktionsverlust beitragen. Zudem kann die betonte Proteinzufuhr Knochenschäden bewirken.

Diese Gründe sollten doch überzeugend sein, die kohlenhydratreduzierten Ernährungsformen zu meiden. Denn die Gesundheit ist ein wichtiges Gut, das es zu schützen gilt. Somit versteht es sich von selbst, dass Fachkräfte in der Ernährungsberatung über die Vorteile der fettreduzierten Mischkost aufklären müssen. Nur die Fachkraft, die sich daran hält, kann als seriös bezeichnet werden. Sie erfüllt die verlangten Qualitätsstandards.       

Ernährungsempfehlungen – so den Anforderungen nach – müssen wissenschaftlich bewiesen sein. Darauf hinzuweisen scheint überflüssig zu sein, da die offiziellen Ernährungsrichtlinien diesem Anspruch selbstverständlich gerecht werden. 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. So muss auch ein Wissenschaftler denken und gewinnt seine Erkenntnisse seriös aus der Recherche und Analyse der verfügbaren internationalen wissenschaftlichen Literatur. Und da traut so Mancher seinen Augen nicht: Wo sind all die Beweise für die Vorteile der fettarmen Mischkost!? Wo sind sie? Wo sind die Studien, welche die Gefährlichkeit der fett- und proteinbetonten Kostführung beschreiben? Irgendein Schlitzohr muss diese Studien aus den Datenbanken heraus gelöscht haben! Nur so lässt sich deren Fehlen erklären. Böse Buben wollen somit verhindern, dass sich die Menschen gesund ernähren können. Zum Glück aber haben  unsere Ernährungsgesellschaften mitgedacht und die zur Beweisführung entscheidenden Studien gut versteckt und unter Verschluss gehalten. Da kommen die bösen Buben nicht heran und die Gesundheit der Menschen kann weiterhin mit reichlich Getreide sichergestellt werden.

Seit mehr als 60 Jahren behaupten die Ernährungsgesellschaften, allen voran die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die fettarme Ernährung wäre das A und O gesunder Lebensführung. Die meisten chronischen Zivilisationserkrankungen sollten fettarm vorzubeugen bzw. zu therapieren sein.

Hunderte kontrollierte Studien zu fettbetonter und kohlenhydratreduzierter Kost zeigten allerdings das Gegenteil: Verbesserung der Blutfette, Senkung des Blutzuckerspiegels, Senkung von Bluthochdruck etc. beim Austausch von Kohlenhydraten durch Fett. Auch das genügte der DGE nicht. Die konterte, dass aus den Studien nicht hervorginge, ob dadurch Herzinfarkt, Hirnschlag und damit zusammenhängende Todesfälle reduziert werden könnten. (Was sie für ihre eigenen Empfehlungen aber ebenfalls nicht nachweisen konnten.)

Nun ist eine Studie erschienen, die den Ernährungsgesellschaften Bauchschmerzen verursachen dürfte. In einer 4,5 Jahre andauernden Untersuchung wurden 7447 Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 – Mediterrane Kost reich an Olivenöl; Gruppe 2 - Mediterrane Kost reich an Nüssen, Gruppe 3 – klassische fettarme Ernährung.  Das signifikante Ergebnis: In der Gruppe mit der fettarmen Kost traten mehr Fälle an Herzinfarkt und Hirnschlag sowie daraus resultierender Todesfälle auf!

Ketoline hat sich die neuen Ernährungserkenntnisse schon seit seiner Gründung im Jahr 2002 zu Nutze gemacht und somit Ernährungsinteressierte in Sport und Gesundheit optimal und professionell betreuen können.