„Ich esse wenig und bin trotzdem übergewichtig!“ >
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06.09.2013 11:43 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles

Körperfettnormalisierung versus Definition

Den Wunsch abzunehmen, hegen nicht nur übergewichtige Personen. Auch normalgewichtige Personen verfolgen nicht selten das Ziel, den Körperfettanteil weiter reduzieren zu wollen. Gerade im Kreise der Körperbewussten und Fitnesssportler gilt das ...


Den Wunsch abzunehmen, hegen nicht nur übergewichtige Personen. Auch normalgewichtige Personen verfolgen nicht selten das Ziel, den Körperfettanteil weiter reduzieren zu wollen. Gerade im Kreise der Körperbewussten und Fitnesssportler gilt das Abnehmen als Mittel zu einem athletischen Körper. Was die Interessierten dabei nicht berücksichtigen, ist der Umstand, dass das Abnehmen bei Übergewichtigen und Normalgewichtigen zwei unterschiedliche Herausforderungen darstellt.  

In den Medien sind gehäuft Informationen über verschiedene Diätkonzepte zu finden. Neben den bereits bekannten Reduktionsdiäten werden immer wieder neue Ernährungskonzepte propagiert. Nicht selten werden dabei alte Konzepte in neuem Gewand vermarktet. In der Regel bewirken diese Diäten eine Energierestriktion, wodurch körpereigene Fettspeicher zum Ausgleich der Energiebereitstellung abgebaut werden müssen.

Während Übergewichtige - zumindest anfänglich - sehr gute Erfolge verzeichnen können, bleiben diese bei den Normalgewichtigen häufig aus. Die Irritation ist dann groß: „Ich ernähre mich streng nach Vorschrift und trainiere wöchentlich viermal. Trotzdem bleibt mein Gewicht konstant! Jede Fettverbrennungsdiät und –trainingsform habe ich getestet. Das scheint alles nicht zu funktionieren!“
Was wurde übersehen? Wo liegt der Fehler? Die Lösung ist einfach: Die Realität wird nicht mehr wahrgenommen: Ernährt sich eine Personen vorbildlich, geht regelmäßig trainieren und weist ein normales Körpergewicht auf, kann nicht vom Versagen der Maßnahmen gesprochen werden. Was wäre denn, wenn diese Personen nicht trainieren und nicht auf die Ernährung achten würden? Wären diese dann immer noch normalgewichtig oder eher übergewichtig?

Rücken wir die Zielsetzung zurecht: Es geht also nicht um das Abnehmen zum Erzielen des Normalgewichtes, sondern um die Definition bzw. den „Feinschliff“ des Körpers. Dabei soll die Attraktivität durch wohlgeformte Muskeln und einen unterdurchschnittlichen Körperfettanteil gesteigert werden. Eine Reduktionsdiät, die Übergewichtigen beim Abnehmen hilft, kann dazu kaum beitragen. Das Ziel, den Körperfettanteil auf einen unternormalen Anteil zu vermindern, kann nur durch besonders strikte Maßnahmen erreicht werden.

Diese Maßnahmen bewirken jedoch die Aktivierung der körperlichen Abwehrmechanismen gegen das Abnehmen. Der Hungertod soll verhindert werden. Sobald die Energiezufuhr soweit unterschritten ist, dass der Körperfettanteil auf ein unternormales Maß abfallen würde, setzt Hunger ein. Dieser Hunger ist nur schwach ausgeprägt und kaum zu bemerken. Er reicht dennoch aus, dass der Abnehmwillige unbewusst etwas mehr verzehrt. Anstelle von 50 g Käse isst er 55 g Käse, anstelle von 25 g Nüssen isst er 27 g Nüsse etc. Somit hat der Abnehmwillige subjektiv das Gefühl, er würde sich strikt und streng ernähren. Tatsächlich genügt diese Mehrzufuhr an Energie, einen weiteren Abbau des Körperfettanteils zu verhindern.