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06.09.2013 11:42 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles

Wie gefährlich sind freie Radikale?

Freie Radikale sind Atome oder Moleküle, denen ein oder mehrere Elektronen fehlen. Dadurch sind die Radikale elektrochemisch instabil und hoch reaktiv. Das bzw. die fehlenden Elektronen holen sich freie Radikale von anderen Substanzen, wie z. B. Fettsäuren, Proteinen oder der DNS (Erbanalagen) zurück. Dadurch ...


Freie Radikale sind Atome oder Moleküle, denen ein oder mehrere Elektronen fehlen. Dadurch sind die Radikale elektrochemisch instabil und hoch reaktiv. Das bzw. die fehlenden Elektronen holen sich freie Radikale von anderen Substanzen, wie z. B. Fettsäuren, Proteinen oder der DNS (Erbanalagen) zurück. Dadurch verändern die angegriffenen Substanzen ihre Struktur und verlieren an Funktionalität.

Freie Radikale werden im Stoffwechsel gebildet oder gelangen über die Umwelt in den Körper. Treten freie Radikale in übererhöhter Konzentration im Körper auf, sprechen Wissenschaftler von oxidativem Stress. Damit verbunden wird die Entstehung verschiedenster Erkrankungen und vorzeitiges Altern diskutiert.

Zur Abwehr der freien Radikale dienen dem Körper Antioxidanzien. Antioxidanzien geben den freien Radikalen das oder die fehlenden Elektronen ab. Dadurch werden Fettsäuren, Proteine, Erbanlagen und andere Zellstrukturen geschützt. Zu den Antioxidanzien gehören verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und organische Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Weiterhin bildet der Körper selbst Antioxidanzien, wie z. B. Enzyme und Säuren, die der Bekämpfung von Radikalen und der Vorbeugung von oxidativem Stress dienen.

Aus dieser Darstellung geht hervor, dass freie Radikale schädlicher Natur sind und Gefahren für die Gesundheit bewirken. Die logische Ableitung wäre demnach der Versuch, freie Radikale gezielt durch die Aufnahme von Antioxidanzien abzuwehren. An dieser Stelle muss allerdings eine differenzierte Betrachtung erfolgen: Freie Radikale sind nicht grundsätzlich gesundheitsgefährlich. Der Körper nutzt die aggressive Reaktivität der Radikale, um kranke Zellen, Krebszellen, Bakterien und Viren zu bekämpfen. Einige Immunzellen sind darauf spezialisiert, freie Radikale gezielt zu bilden, um über die beschriebenen Prozesse Erkrankungen vorbeugen zu können.

Die Zufuhr hoch konzentrierter isolierter Antioxidanzien in Form von Präparaten führt zum übermäßigen Absinken der Radikalkonzentration im Körper. Selbst die von Immunzellen gebildeten freien Radikale, werden dadurch bekämpft. Kranke Zellen, Krebszellen, Viren und Bakterien können nur noch erschwert abgetötet werden, wodurch letzten Endes die Entstehung von Erkrankungen gefördert wird.

Daraus lässt sich ableiten, dass definierte Mindestmengen an freien Radikalen gesundheitsfördernd sind. Erst wenn die Radikale die normalen Werte überschreiten, wirken sie gesundheitsschädlich. Antioxidanzen stärken die Gesundheit, wenn diese mit Obst und Gemüse in normalen Mengen in den Körper gelangen. Antioxidanzien schädigen die Gesundheit, wenn sie isoliert und hoch konzentriert über Präparate aufgenommen werden.