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06.09.2013 11:39 Alter: 5 yrs
Kategorie: Aktuelles

Wie gefährlich sind Vitamintabletten?

Groß angelegte wissenschaftliche Untersuchungen zeigen gesundheitliche Risiken bei der Verwendung von Vitaminpräparaten. In den Medien wird mittlerweile selbst vor der Nutzung herkömmlicher Vitamintabletten zur Nahrungsergänzung gewarnt. Die Verunsicherung beim Verbraucher ist groß, da ...


Groß angelegte wissenschaftliche Untersuchungen zeigen gesundheitliche Risiken bei der Verwendung von Vitaminpräparaten. In den Medien wird mittlerweile selbst vor der Nutzung herkömmlicher Vitamintabletten zur Nahrungsergänzung gewarnt. Die Verunsicherung beim Verbraucher ist groß, da Vitamine im Allgemeinen als gesundheitsfördernd bekannt sind.

Wie so oft, muss auch bei diesem Thema genau differenziert werden. Zur Verwendung herkömmlicher Vitamintabletten, welche den Tagesbedarf decken, sind keine alarmierenden negativen Beobachtungen gemacht worden. Die enthaltenen Mengen scheinen nicht ausreichend zu sein, um gesundheitliche Störungen zu verursachen. Bei Personen mit defizitärer Vitaminzufuhr eignen sich diese Präparate zur Kompensation bzw. Verhinderung latenter Minderversorgung. Zu erkennen sind diese Präparate an der Kennzeichnung. Auf der Packung oder auf einem Beipackzettel ist angegeben, wie viel Prozent des Tagesbedarfs an Vitaminen durch eine Portion, Tablette oder Kapsel gedeckt wird. In Regel liegt die Bedarfsdeckung durch herkömmliche Präparate aus Drogerie, Supermarkt oder Apotheke bei 100% ± 50%. Für die Vitamine B1, B2, Pantothensäure, Biotin sind selbst bei der Aufnahme hoher Dosen keine Vergiftungssymptome bekannt. Auch von den Vitaminen B6, B12 und K sind Schädigungen nur in speziellen Situationen bei stark überhöhter Zufuhr zu erwarten.  

Problematisch erweisen sich Vitamine, die antioxidativ wirken und in unphysiologisch hohen Mengen aufgenommen werden. Dazu gehören Vitamin E, Vitamin A, dessen Vorstufe Betacarotin und Vitamin C. Die übermäßige Zufuhr dieser Vitamine bedingt Störungen in der Immunabwehr, führt zu Gewebeschäden sowie erhöht das Herzinfarkt- und Krebsrisiko. Daher sollten hoch dosierte Präparate, die eines oder ein Gemisch der benannten Risikovitamine enthalten, gemieden werden. Zu berücksichtigen ist, dass die sporadische Verwendung solcher Präparate nicht zwingend schädlich sein muss. Die regelmäßige bzw. tägliche Zufuhr über Monate und Jahre kann jedoch zu den benannten gesundheitlichen Störungen führen.  

Als ungefährlich ist die moderat erhöhte Zufuhr der Vitamine über Obst, Gemüse und andere natürliche Lebensmittel zu werten. Im Vergleich zu den Präparaten sind Vergiftungen und schädigende Effekte nahezu ausgeschlossen. Im Gegenteil ist der betonte Verzehr von Obst und Gemüse mit gesundheitlichen Vorteilen assoziiert. Aus diesem Grund wird der tägliche Verzehr von drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst unterschiedlicher Farbe empfohlen.